Die Behörden des von Russland kontrollierten Teils des Gebiets Saporoschje haben eine folgenschwere ukrainische Drohnenattacke auf die Stadt Energodar gemeldet. Zum Ziel des Angriffs wurde diesmal das Umspannwerk “Raduga” (auf Deutsch “Regenbogen”). Die Einschläge ereigneten sich um 9:30 Uhr, 9:37 Uhr und 9:47 Uhr MESZ.
Analyse
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Bürgermeister Eduard Senowos schrieb auf Telegram, dass die Stadt größtenteils ohne Strom- und Wasserversorgung geblieben sei. Durch diese Drohnenattacke sei eine erhebliche Gefahr für die Lebenshaltung in der Stadt entstanden. Senowos meldete acht Verletzte. Bei ihnen handele es sich um Mitarbeiter des benachbarten Atomkraftwerks Saporoschje. Das Umspannwerk “Raduga” sei nach der Zerstörung des Umspannwerkes “Lutsch” (auf Deutsch “Strahl”) am 19. Juni die einzige Stromanlage, die Energodar mit Elektrizität versorge.
“Fachleute tun ihr Bestes, um die Stromversorgung in der Stadt möglichst schnell wiederherzustellen.”
Der Bürgermeister rief die Bevölkerung auf, bis auf Weiteres auf die Nutzung von elektrischen Haushaltsgeräten zu verzichten.
Der Chef des russischen Atomkonzerns Rosatom, Alexei Lichatschow, bestätigte, dass bei den drei Drohnenattacken auf das Umspannwerk in Energodar acht AKW-Mitarbeiter zu Schaden gekommen seien. Die Anlage gehöre zur Infrastruktur des Kernkraftwerks Saporoschje und versorge die Stadt mit Strom. Der Rosatom-Chef warf der Ukraine eine gezielte Attacke auf das AKW-Personal vor.
“Das war die erste Attacke, bei der Mitarbeiter des AKW Saporoschje bewusst ins Visier genommen wurden.”
Lichatschow rief die Internationale Atomenergie-Organisation (IAEA) auf, den Angriff zu verurteilen, da es sich dabei um einen “demonstrativen” Verstoß gegen das Sicherheitsprinzip der Organisation handele.
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